Streu gut!

 

Diese prächtige Kastanie und ihre Nachbarbäume stehen im Bonner Park Härle.

Mit Streusalz haben sie nichts zu tun.

Anders sieht es für Straßenbäume aus.

Sie leiden massiv unter Umweltbelastungen:

Hitze, längere Trockenzeiten als Folge des Klimawandels 

und dann noch Streusalz im Winter.

Dies schreibt das Bundesumweltamt zum Thema Streusalz

(hier mehr Infos):

 

Streusalz kann am Straßenrand wachsende Pflanzen schädigen.

Gelangt das Salz mit verspritztem Schnee oder Wasser direkt auf die Pflanzen,

kommt es zu Kontaktschäden (zum Beispiel Verätzungen der Pflanze).

Noch entscheidender: Das mit dem Schmelzwasser versickerte Streusalz kann sich in Straßenrandböden über viele Jahre anreichern. Schäden an der Vegetation zeigen sich daher oft erst zeitverzögert.

Bei einem überhöhten Salzgehalt im Boden werden wichtige Nährstoffe verstärkt ausgewaschen und die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser durch die Pflanzen erschwert. Feinwurzeln von Bäumen sterben ab, so dass die lebenswichtige Symbiose mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) leidet. Es kommt zu mangelnder Wasserversorgung und zu Nährstoffungleichgewichten.

Bei Laubbäumen führt dies zu Aufhellungen an den Blatträndern im Frühsommer, die sich zunehmend zur Blattmitte ausdehnen und braun verfärben, Blattrandnekrosen sowie zu vorzeitigem Laubfall.

Langfristig führt eine solche Mangelversorgung zu einer verstärkten Anfälligkeit der Pflanzen gegenüber Krankheiten und zu ihrem vorzeitigen Absterben.

 

Die Schäden sind im Allgemeinen umso gravierender, je näher die Pflanzen an den Straßen und Wegen stehen. Besonders betroffen sind daher zum Beispiel Pflanzen an Fußwegen oder in Alleen. Da Alleenbaumarten wie Ahorn, Linde und Rosskastanie zudem salzempfindlich sind, sind sie besonders gefährdet.

Neben Schäden an der Vegetation können hohe Salzgehalte die Stabilität des Bodens beeinträchtigen (Verschlämmung) und Bodenlebewesen schädigen.

 

Viele Kommunen verbieten das Streuen von Salz.

Dennoch wurden bisher in Baumärkten und Discountern kaum Alternativen angeboten. Das muss sich ändern!

Wenn die Politik damit überfordert ist, unsere Umwelt zu schützen,

dann sind wir Verbraucher(innen) gefordert.

Wir können dort nachfragen, wo wir einkaufen.

Was bietet der Laden an: umweltfreundliches Streugut

oder das Umweltgift Streusalz?

Es gibt Alternativen zum Streusalz und wir wollen sie haben!

 

Jeder kann mitmachen.

Jeder kann fordern, dass es Streugut gibt, das die Umwelt schont.

 

Weitere Links zum Thema Streusalz:

Saltytrees

NABU

Handelsblatt

Nachhaltig.sein