Der Mops im Eichenwald

           
 

Ein Mops saß auf dem Sofa rum

und fand sich so allein,

da ging er in den Eichenwald

und traf ein Eichelschwein.

 

„Was treibst du da, bist du gescheit?“,

fragte der Mops verdrossen,

„du hast im Schlamm herumgewühlt

und es auch noch genossen!“

 

„Riechst du denn nichts?“, meinte das Schwein,

„im Schlamm duftet´s enorm!“

„Was für ein Ferkel bist du denn

mit deiner Rüsselform?“

 

„Bin weder Ferkel weder Sau,

doch will ich´s jetzt auch wissen!“

Das Möpschen tauchte in den Schlamm

und wühlte dort verbissen. 
 

„Kommt, Leute, rennt! Das müsst ihr sehn!“

Das Schwein rief seine Brüder.

Es wühlt der Mops, so tief er kann,

doch langsam wird er müder.

 

Der Wühlmops, nach geraumer Zeit,

brach sich empor zur Sonne,

nun glich er doch dem Eichelschwein

und roch nach Biotonne ...  

 

„Wer sagt es denn!“, rief er verzückt.

„Ein Mops ist nie banal.

Was immer IHR im Schmodder sucht:

ICH grab´ fundamental!

 

Im Tiefschlamm habe ich´s erkannt:

das, was die ganze Welt,

das Universum und das Drumherum

und uns zusammenhält!“

 

„Die Weltformel hat er entdeckt“,

knurrten die Eichelschweine,

„der Anfänger verdient Respekt,

doch Eicheln fand er keine.“

 

Der Mops im schönsten Hochgefühl

hob froh den Ringelschwanz:

„Kommt, Freunde, feiern wir mein Glück

mit einem Schwingeltanz!“

 

So hopsten sie, so mopsten sie,

so hops-mops-hoch ging´s her.

Dann fielen sie ins Eichenlaub

und schnauften alle schwer.

 

„Jetzt ist´s  genug, ich muss nach Haus,

ich werd euch sehr vermissen!“
Der Mops, der teilte Küsse aus,

um die sich alle rissen.

 

Das Sofa riecht nach Eichenwald,

der Mops ist rundum froh,

nur Herrchen zieht die Nase kraus:

„Was müffelt denn hier so?“

 

„Erleuchtung“, spricht der weise Mops,

„muss man sich schwer erwühlen.

Auch wenn´s dir stinkt, rück zu mir ran:

Du wirst dich besser fühlen.“